Zölibat

Gelübde

Das ist das Gelübte, dauerhaft oder auch nur zeitweilig die selbst gewählte Lebensform der und der geschlechtlichen zu führen. Das Wort Zölibat stammt von dem lateinischen Wort caelibatus ab, das Ehelosigkeit bedeutet.

Für die der katholischen Kirche sowie zum Teil auch der unierten Ostkirche ist das Zölibat eine auferlegte Standespflicht. Es wird biblisch begründet mit einer völligen Hingabe an Gott, dem ungeteilten Dienst am Menschen und einer weitestgehenden Unabhängigkeit von irdischen Dingen.
Die ersten kirchenrechtlichen Regelungen wurden um 309 auf der Synode von Elvira beschlossen, die den Bischöfen, Priestern und Diakonen die Enthaltsamkeit vorschrieb. In der Folgezeit wurde das einer Ehe zwar immer wieder betont, doch ließ es sich nur schwer durchsetzen. Dies gelang erst im 12. Jahrhundert mit der Einführung des Pflichtzölibats. Das zweite Vatikanische Konzil (1962 bis 1965) hat für Diakone die Zölibatspflicht aufgehoben, hält aber weiterhin am Zölibat für Priester und Bischöfe fest, obwohl die Forderung nach einer Abschaffung immer stärker wird.

Ein geweihter Priester, der sich in der Öffentlichkeit zu seiner Partnerin beziehungsweise seinem Partner bekennt, verliert sein spätestens bei seiner Verheiratung. Mit der Rückversetzung in den Laienstand wird die Verpflichtung zum Zölibat aufgehoben. Umgekehrt dürfen Verheiratete nicht geweiht werden, wobei der Vatikan in bestimmten Fällen eine Ausnahme von der Regel genehmigen kann.
Der Unterhalt für bis zu drei uneheliche Kinder eines katholischen Priesters wird vom Vatikan übernommen.
Die evangelischen Kirchen haben von Beginn an das Zölibat abgelehnt. In der orthodoxen Kirche ist es für Bischöfe, Diakone und Priester . Diejenigen aber, die vor ihrer Weihe schon verheiratet waren, dürfen die Ehe fortsetzen.

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