Zink

Musikinstrument

Der (auch Lituus, ital. Cornetto, engl. Cornett) ist ein historisches , das seine Blütezeit im 17. Jahrhundert hatte. Er zählt nach moderner Einteilung zu den Blechblasinstrumenten, mit dem Kornett hat er jedoch nichts zu tun. Der Tonumfang liegt zwischen a – d’’’.

Das wurde meist aus , seltener auch aus hergestellt. Er wird im Prinzip wie eine Trompete geblasen – mit einem Kessel- bzw. Trompetenmundstück – und besitzt ein Grifflochsystem ähnlich der Blockflöte. Daher wird das Instrument gerne als eine Art Mischung aus Blockflöte und Trompete angesehen.

Der Zink war vom 15. bis Mitte des 17. Jahrhunderts eines der wichtigsten Musikinstrumente.
Zinken sind schon im bezeugt. Sie wurden seit der von den sog. Stadtpfeifern („Stadtzinkenisten“) an Stelle der Trompete, die dem Adel vorbehalten war, ins Posaunen-Ensemble als Ober- und Überstimme integriert. Heute werden diese Stimmen fast ausschließlich von Trompeten ausgeführt. Bedeutende Komponisten wie Claudio Monteverdi und Heinrich Schütz schufen Werke für den Zink.
Mit dem Aufkommen der Violine im 17. Jahrhundert verlor der Zink seine Bedeutung als Solo- bzw. Virtuoseninstrument. Der (von franz. „Schlange“), das tiefste Instrument der Zinkenfamilie, hielt sich noch bis ins späte 19. Jahrhundert als brauchbares Bassinstrument der Blechbläser bei Freiluftmusiken sowohl in der Militär- als auch in der Kirchenmusik.
Vereinzelt gelangte er sogar in Partituren der Kunstmusik in der Romantik, so z. B. in Richard Wagners Oper „Rienzi“. Mit dem Aufkommen der Ophikleide und vor allem der Tuba, verschwand auch er.
Der Zink gilt als überaus anstrengendes und schwierig zu spielendes Instrument.

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