Die Achse des Bösen, der Papst und der Welthunger

UN-Welternährungsgipfel in Rom

Hunger in der Welt 2008

Die Ausbreitung des Hungers in der Welt.

der in Rom und keiner geht hin…

…außer Gastgeber Silvio , Robert Mugabe, Hugo , Muammar al- und der Papst.
Das waren, neben UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon und dem brasilianischen Präsidenten Lula da Silva, die einzigen auch einer größeren Öffentlichkeit bekannten Namen, die auf der als “Welternährungsgipfel” propagierten Veranstaltung der FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) in Rom in dieser Woche erschienen waren.

Die Staatschefs der westlichen Welt und ihre neuen Partner aus den G 20 überließen die Beratungen über das zweitgrößte Problem des Planeten also einer Abordnung der ehemaligen Achse des Bösen, dem vermutlich korruptesten Spitzenpolitiker der westlichen Welt und – aber diese beiden hätten nun wirklich nicht fernbleiben können – dem Papst und dem bisher erstaunlich blassen Sprecher der vielzitierten Weltgemeinschaft.

Es passte ins Bild, das die “Abschlusserklärung” bereits nach drei Stunden formuliert war. In dieser wurde denn auch das “Strategische Ziel” der “Beendigung des Hungers auf der Erde” nicht einmal mit einem vagen Datum versehen.
Ein Schelm, wer dabei bereits an Kopenhagen denkt, wo im Dezember die Rettung der Welt wohl auf unabsehbare Zeit verschoben werden wird.

Doch halt! Hinkt der Vergleich nicht? In Rom stand schließlich nur die mittlerweile eine Milliarde hungernder Menschen zur Debatte, die nun einmal überwiegend den “armen Süden” des Planeten bewohnen. In Kopenhagen wird es der ganze Planet sein, über dessen Zukunft entschieden werden müsste.

Man könnte einwenden, dass auch diese eine Milliarde Menschen irgendwann einmal vor unseren Toren stehen wird, aber glaubt tatsächlich jemand daran, dass wir keine Zäune mehr bauen können?

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