Sopran

Stimmlage

Die Bezeichnung kommt aus dem Italienischen – „sopra“ = darüber. Er bildet die höchste menschliche .
Tonumfang: c’ – c’’’ (Koloratursopran, z. B. „Königin der Nacht“ bis f’’’); im Chor bis a’’.

Diese Stimmlage wird meist von Frauen gesungen, kann aber auch von Jungen vor dem Stimmbruch (Knabensopran) oder Männern, sog. „Countertenöre“, mit der Kopfstimme (Falsett) gesungen werden. In vergangenen Jahrhunderten waren vor allem Kastraten sehr erfolgreich (z. B. ). Von dieser Praxis ist man jedoch abgegangen, der letzte offizielle Soprankastrat war Prof. Mareschi, Vorsänger bei der Sixtinischen Kapelle in Rom (um 1900–1905).
In der und in der Barockzeit wurde die Stimmlage im vokalen und instrumentalen Bereich als Diskant bezeichnet. Die Sängerin oder der Sänger werden SopranistIn oder einfach Sopran genannt.

Einige spezialisierte Gesangsfächer, die sich seit dem 19. Jahrhundert herauskristallisierten, sind vor allem:
1. Lyrischer Sopran – für komische Opern, Operetten („1. Garnitur“), Melodramen
2. Dramatischer Sopran – für dramatische und tragische Opern
3. Lyrischer Koloratursopran – für Partien von hoher Virtuosität, meist komische Opern
4. Dramatischer Koloratursopran – für Partien von hoher Virtuosität und Dramatik, tragische Rollen
5. Soubrette – für Partien aus dem komischen Bereich, insbesondere Operette („2. Garnitur“)
6. Mezzosopran – mit etwas tieferer Lage und Klangfärbung, in Richtung Alt gehend.

Eine berühmte Mezzosopran-Partie, die in dieser Stimmlage (und in Tenor!) gesungen werden kann, ist die „Hexe“ in Engelbert Humperdincks Märchenoper „Hänsel und Gretel“.

Themenverwandte Artikel, die Sie auch interessieren könnten:

Schlagworte zu Sopran :: Stimmlage:

Barock, Countertenor, Engelbert Humperdinck, Farinelli, Frauenstimme, Renaissance, Sopran, Stimmlage, Stimmlage, Sopran