Mit Nicolas Sarkozy verlässt der vorerst letzte Macho die europäische Politik

Sarko oder der letzte Macho

Sarkozy: Der letzte Macho in der europäischen Politik tritt ab© Getty Images

Sarkozy: Der letzte in der europäischen Politik tritt ab

Sarko oder der letzte Macho

“Macho ist ein spanisches Lehnwort, mit dem in der deutschen Umgangssprache ein Mann bezeichnet wird, welcher sich stark an den traditionellen Bildern der männlichen Geschlechterrolle orientiert…”, heißt es in der deutschen “Wikipedia”. Und mit der Abwahl von Nicolas „Sarko“ Sarkozy verlässt der vorerst letzte Macho die erste Liga der europäischen Politik. Ohnehin war, besieht man sich das letzte Jahrzehnt, der “politische Macho” Sarkozy so etwas wie ein Nachzügler. Zu Zeiten Gerhard Schröders etwa, war der Macho in der Politik durchaus auch in Europa noch in Mode; unterdessen hatte aber sogar die Segel streichen.

Mit verlässt der vorerst letzte Macho die europäische Politik

In Europas erster politischer Liga sucht man den “ganzen Mann” nun also vergebens, für Macho-Gehabe an der Staatsspitze muss man nun mindestens bis Russland schauen. Was aber macht(e) ihn aus, den Macho in der Politik? Nun, einfach gesagt eint der seine politischen Exemplare darin, dass es im Zweifel statt Politik auch zur Schau gestellte Virilität tut. Eine möglichst gutaussehende oder zumindest junge First Lady gehört natürlich dazu (beim Ober-Macho Silvio Berlusconi auch mal nur für eine Nacht) und äußerst empfindliche Reaktionen, wenn die männliche “Ehre”, sprich: das Ego, mal einen Dämpfer bekommt oder gar gekränkt wird. Äußerlich schaden dicke Uhren und Zigarren nicht und irgendwas muss der auch mit der Körpergröße zu tun haben…

Siegeszug der

Wer aber hat sie abgelöst, die europäischen Spitzen-Machos? Es scheint, als seien bereits seit einiger Zeit eher nüchtern-technokratische Gesellen am Zug; Angela Merkel etwa, und jetzt eben François Hollande. Ist die Politik nun aber ohne Machos “besser” geworden? Nun ja, ob die ewigen “Sachzwänge”-Behauptungen zu mehr führen, als „Basta“-Gehabe, große Gesten und zweideutiges Grinsen, darf getrost bezweifelt werden und wer das geneigte Wahlvolk schamloser belügt, ist auch noch nicht heraus. Langweiliger ist sie allerdings geworden, die Macho-lose Politik, aber es sind ja auch ernste Zeiten angebrochen. Bu-huh.

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