Sarah Palin

Sarah Palin auf Bustour

Auf dem Bild sieht man Sarah Palin, wie sie das Liberty Bell Center in Philadelphia verlässt. Es war eine ihrer Stationen auf ihrer sogenannten „One Nation“-Bustour 2011. Auf dieser Tour besuchte sie amerikanische Wahrzeichen. Obwohl sie ihre Route im Vorwege nicht bekannt gegeben hatte, wurde ihre Reise von großer Medienpräsenz begleitet.

Die amerikanische Sarah Palin ist Mitglied der Republikanischen Partei und war von Dezember 2006 bis Juli 2009 Gouverneurin des US-Bundesstaates Alaska. Sie war die erste Frau, die dort dieses Amt bekleidet hat. Bei der Präsidentschaftswahl 2008 war sie an der Seite des gescheiterten republikanischen Kandidaten John McCain Kandidatin für die Vizepräsidentschaft. Seit sie vom Amt als Gouverneurin zurücktrat, ist sie als politische Kommentatorin unter anderem bei Fox News sowie als Aktivistin in der Tea-Party-Bewegung tätig.

Die von Sarah Palin vertretenen Positionen gelten als konservativ, selbst innerhalb der Republikaner, und werden von gemäßigten Republikanern teilweise abgelehnt. Sie gilt als prominente Vertreterin der Parteirechten und sieht sich selbst als Sprecherin für die Durchschnittsamerikaner und in der Nachfolge der Politik Ronald Reagans. Sie charakterisiert sich selbst als „commonsense conservative“, eine konstervative Politikerin mit gesundem Menschenverstand. Palin hat vor allem in der „Tea-Party-Bewegung“, die sich nach der Boston Tea Party nennt und sich strikt gegen die Politik Obamas und gemäßigt-konservative Republikaner wendet, zahlreiche Anhänger. Die Bewegung ist eine US-amerikanische populistische Protestbewegung mit rechtslibertären Zügen. Sarah Palin gilt in ihren politischen Positionen als polarisierend. Laut einer Umfrage vom Dezember 2009 bezeichneten sich 44 % der befragten US-Amerikaner als Anhänger Palins, 47 % der Befragten lehnten sie ab.

Im Februar 2010 sagte sie in einem Interview, dass sie sich eine Präsidentschaftskandidatur für das Jahr 2012 vorstellen könne. Anfang Oktober 2011 gab Palin dann jedoch ihren Verzicht auf eine Kandidatur bekannt und führte persönliche Gründe an. Zuvor waren ihre Zustimmungswerte stark zurückgegangen und sie lag deutlich hinter ihren Parteikollegen Mitt Romney, Rick Perry und Herman Cain.

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