Stadt

Quimper

Quimper - Kathedrale von Quimper in der Bretagne

- von Quimper in der

1. Allgemeines über Quimper

Quimper, die „bretonischste“ aller Städte, lockt mit einem Gewirr aus Fachwerkhäusern und schmalen Gassen. Der Zusammennfluss (bretonisch: kemper) von Odet und Steir gab dem seinen Namen. Ihre Blütezeit erlebte sie als Hauptstadt des Herzogtums Cornouaille im 11. Jh., als sie weitgehende Unabhängigkeit von der Bretagne besaß. Sie blieb im Zweiten Weltkrieg vollkommen unversehrt.

Zwischen den beiden Turmspitzen der gotischen Kathedrale steht erhaben das Reiterstandbild König Gradlons, dessen legendäres Reich „Ys “ wegen eines Verrates seiner Tochter Dahut in den Fluten versank. Der tugendhafte König floh der Sage nach hierher und gründete Quimper. Die beiden 76 m hohen Türme wurden zuletzt, im Jahre 1856 hinzugefügt. Fünf Jahre lang hatten die 600.000 Mitglieder der Diözese für den Turmbau davor pro Jahr einen Sou in den Kirchensäckel spenden müssen.

Ein gewisser Bousquet brachte das Geheimnis der Fayence-Herstellung um 1690 aus dem provenzalischen Moustiers mit. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts spielten die „Faienceries” eine wichtige Rolle im Wirtschaftsleben der . Traditionelle Motive auf blassblauem Grund zeigen bretonische Bauern bei Arbeit und Spiel.

2. Die Kathedrale „St. Corentin“

Altstadt  von Quimper

Altstadt von Quimper

Die Kathedrale „St. Corentin“, dem ersten Bischof der Stadt gewidmet, zeigt die verschiedenen Phasen der Hoch- und Spätgotik im mittelalterlichen Frankreich. Sie ist ein Beispiel dafür, dass man unbekümmert den Bau ändern durfte. Wenn man weiterbauen wollte, so fügte man ohne Bedenken neue Stilelemente hinzu. Ihre Errichtung erstreckte sich über mehrere Jahrhunderte.

Der Bau ist 92 m lang, 56 m breit und 20 m hoch. Sie ist die älteste gotische Kirche der Bretagne. Sehenswert sind insbesondere die Kirchenfenster aus dem 15. Jh. Das Kircheninnere ist sehr schlicht gehalten.

Bildquelle: Wikimedia Commons

Themenverwandte Artikel, die Sie auch interessieren könnten: