Gerangel um Drohne zwischen USA und dem Iran

Meine Drohne, Deine Drohne

US-Drohnen im Sinkflug

Zwei US-Drohnen innerhalb von wenigen Tagen unplanmäßig hart gelandet; man fühlte sich beinahe an die Starfighter-Zeit bei der Bundeswehr erinnert, doch gemach. Zunächst einmal fielen nicht zwei Starfighter in zwei Wochen, sondern 292 in 31 Jahren (1960-1991) vom Himmel und andererseits verloren bei den aktuellen Drohnen-Bruchlandungen keine Piloten ihr Leben, “Kollateralschäden” gab es offenbar auch nicht. Klare Vorteile also für die unbemannte US-Technik?

Hackt der US-Drohnen?

Nun ja, schlimm genug, wenn die sich die teuren Dinger, die die Begriffe “Krieg ohne Kriegserklärung” und “Ballerspiel” in den letzten Jahren mit neuem Leben erfüllt haben, ausgerechnet vom Erzfeind Irak vom Himmel holen lässt, oder sie über dem Inselparadies der einfach niedergehen (Habe Sie sich auch gefragt, was die da machen?). Peinlicher noch, dass die in -Auftrag über dem Iran oder Afghanistan fliegende Drohne womöglich nicht etwa abgeschossen, sondern “gehackt” wurde.

Cheney: Hinterher und zerstören

Der genüsslich zu betrachtende Gipfel der Affäre ist allerdings die Rückgabeforderung der USA an den Iran. Man kann nur hoffen, dass man sich im Weißen Haus auch darüber im Klaren ist, dass dies niemals passieren wird. Wo kämen wir da auch hin? Man wird ja wohl noch feindliches Kriegsgerät attackieren dürfen, oder fällt das jetzt auch unter die Genfer Konvention? Da hätte Washington wohl besser geschwiegen. Dick Cheney, George W. Buschs ehemalige rechte Hand, sieht das natürlich anders. “The right response to that would have been to go in immediately after it had gone down and destroy it.” (Die richtige Reaktion wäre gewesen, sofort nach der Landung hinterherzugehen und sie zu zerstören.) Kinder, was waren das Zeiten.

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