Mandoline

Musikinstrument

Die ist ein lautenartiges Instrument mit tiefbauchigem Korpus, der aus Spänen zusammengesetzt ist.
Tonumfang: g – e’’’. Die Gesamtlänge beträgt knapp sechzig Zentimeter.

Das Instrument hat einen doppelchöriger Bezug (d. h. je zwei gleiche Saiten) in Violin-Stimmung (g, d’, a’ ,e’’).
Sie wird mit Stahlbesaitung gespielt und mit einem Schildpattplektron vibrierend oder auch mit einfachem Anschlag gezupft. Der Hals trägt 14 – 17 feste Metallbünde. Die acht Saiten sind nicht am Steg befestigt, sondern am unteren Korpusende. Wenn man heutzutage von der Mandoline spricht, so ist damit immer die neapolitanische Mandoline gemeint. Ihr Klang verbreitet südländisches Flair, wobei sogleich abendliche Serenadenstimmung aufkommt. Von gleicher Bauart – nur entsprechend größer – ist die Mandola; sie ist eine Oktave tiefer gestimmt. Weitere Bassmandolinen sind die Mandolone und das Mandoloncello.
Der Platz der Mandoline ist nicht allein in der und in den sog. Mandolinen-Zupforchestern, die meist über billiges Napoli-Gezirpe nicht hinauskommen, sondern auch als zweites nach der Harfe in der . Im 18. und 19. Jahrhundert war sie auch häufig in Opern und Konzerten vertreten, mitunter sogar solistisch wie etwa in Mozarts „Don Giovanni“. Von Beethoven existiert eine Sonatine mit Cembalo-Begleitung und auch in Konzerten von Vivaldi kommt sie zum Einsatz. Des Weiteren findet sie Verwendung bei Händel, Verdi („Othello“) und Richard Wagner („Meistersinger“), in der siebenten Symphonie von Gustav Mahler, in Alexander von Zemlinskys „Der Zwerg“ (Der Geburtstag der Infantin) sowie in den Lehár-Operetten „Der Zarewitsch“ (das berühmte „Wolgalied“) und „Giuditta“.
Im 20. Jahrhundert war es vor allem der Komponist und Mandolinist , der dem Instrument zu neuer Popularität verhalf.

In die Gruppe der Mandolinen gehören auch die südslawische Tamburica (viersaitig) und die russische Balalaika (dreisaitig). All diese Instrumente sind mit Metallbünden versehen.
Die Mandoline ist kein Jazzinstrument.

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