Julian Assange

Julian Assange unterwegs zum Gericht

Julian Assange auf dem Weg zum Gericht© Getty Images

auf dem Weg zum Gericht

Julian Assange ist ein australischer Journalist, politischer Aktivist, und ein Sprecher von . Hierbei handelt es sich um eine sogenannte -Plattform im Internet, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, geheimgehaltene Dokumente der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dieses Projekt läuft auf nichtkommerzieller Spendenbasis.

Julian Assange gehört neben WikiLeaks-Sprecher Kristinn Hrafnsson sowie Daniel Domscheit-Berg und Herbert Snorrason, die WikiLeaks im September 2010 verließen, zu den bekannteren Personen die mit der Plattform in Verbindung stehen.

Seit 2006 ist Assange für WikiLeaks aktiv. Infolge seiner Arbeit für WikiLeaks wurde er mehrmals verhaftet, abgehört, zensiert und auch verklagt, allerdings erfolglos. Die Regierung der Vereinigten Staaten betrachtet infolge verschiedener für sie problematischer Veröffentlichungen durch WikiLeaks deren exponierteste Person, Julian Assange, als Bedrohung ihrer nationalen Sicherheit. Wikileaks hatte das Video „Collateral Murder“ und die Depeschen amerikanischer Botschaften veröffentlicht. Allerdings ist nicht klar, gegen welche Gesetze Assange, der es zuletzt vermied, in die USA einzureisen, konkret verstoßen haben soll.

Ende 2010 wurde wikileaks.org gesperrt und ein Finanzembargo verhängt, dass es unmöglich macht, die Seite derzeit weiter zu betreiben.

Julian Assange sah sich scharfen Angriffen überwiegend konservativer Kreise in den USA ausgesetzt, die darin gipfelten, dass Vizepräsident Joe Biden ihn als Terroristen bezeichnete und Offiziere der US-Armee, Journalisten und Politiker wie z. B. Sarah Palin öffentlich forderten, ihn als solchen zu verfolgen, und dabei auch seine Tötung in Kauf zu nehmen.

Seit Ende August 2010 läuft in ein gegen Assange wegen sexueller Vergehen an zwei Schwedinnen. Unterstützer Assanges sehen das Verfahren als Schmierkampagne politischer Gegner an, um WikiLeaks zu schaden. Schwedens zuständige Staatsanwältin Marianne Ny betonte daraufhin im Dezember 2010, keinerlei politischem oder anderweitigem Druck ausgesetzt zu sein. Das Verfahren wird aktuell, beginnend am 1. Februar 2012, vor dem höchsten britischen Gericht, dem Supreme Court verhandelt.

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