Jodie Foster sorgt für Gesprächsstoff

Jodie Foster sorgt für Gesprächsstoff

Jodie Foster sorgt für Gesprächsstoff© Getty Images

sorgt für Gesprächsstoff

“Ich sag das jetzt einfach, laut und stolz: Ich bin, ähm, … Single…das war ein Spaß. Das hier ist keine Coming-out-Rede, denn mein Coming-out hatte ich schon vor etwa 1.000 Jahren, damals in der Steinzeit“ – mit diesen Worten sorgte Jodie Foster bei den diesjährigen Golden Globes für reichlich Gesprächsstoff. Gesprächsstoff deshalb, weil Jodie Foster erstens ihr Privatleben normalerweise unter Verschluss hält und es wohl jeden verwunderte, wie ungewohnt offen sie in ihrer Dankesrede über dieses plauderte, und zweitens, weil es in Jodie Fosters Rede nicht um ein Outing oder ihre Homosexualität ging, sondern um den großen Wert von Privatheit und Privatsphäre.

Genau deshalb wird Jodie Foster nun von vielen Seiten kritisiert. Sie müsse es öffentlich aussprechen, dass sie lesbisch sei. Sie müsse Vorbild sein und auf diese Weise auf Homosexuellenrechte aufmerksam machen. Wir finden, Jodie Foster muss gar nichts. Im Gegenteil. Wem nützt es, wenn Jodie Foster gezwungen wird, ein Politikum aus ihrer Liebe zu Frauen zu machen, anstatt, wie sie es tut, ganz normal und wie sie es möchte mit ihrer Homosexualität umzugehen? Schließlich verschweigt oder verleugnet Jodie Foster ihre Liebe zu Frauen nicht, sie schützt lediglich ihre Familie und ihr Privatleben. Ein Recht, das jeder haben sollte, und eine Entscheidung, die angesichts der früh begonnenen Karriere von Jodie Foster nur zu verständlich ist.

Jodie Foster ist sich mit ihrer Rede treu geblieben und hat leise, aber dennoch für jedermann hörbar ausgesprochen, was ihr das wichtigste und schützenswerteste im Leben ist: ihre Familie! Ob das nun eine Familie mit zwei Mamis ist, spielt ja wohl kaum eine Rolle!

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