Zu den Chancen eines Wiederaufstiegs der FDP

Das bisschen FDP

Das bisschen FDP, das bleibt?© Wikimedia Commons

Das bisschen , das bleibt?

FDP 2017 wieder im Bundestag?

Was denken Sie, wird die FDP 2017 wieder in der Deutschen Bundestag einziehen? Oder ist die Freie Demokratische Partei nach den schallenden 4,8 Prozent am letzten Sonntag nicht einfach zu einem Teil der deutschen Geschichte geworden? Auf der Website www.fdp.de klingt das so: “Eine neue FDP entsteht. Es gibt viele Menschen, die sich in dieser Stunde zum , zur FDP bekennen.” Eine “neue FDP”, das mutet gerade einmal nach der Mindestvoraussetzung für einen “Wiederaufstieg” in den Bundestag an. Denn für das, was unter Philipp Rösler in den letzten vier Jahren unter dem Etikett FDP an “liberaler” Regierungspolitik gemacht wurde, sind 4,8 Prozent, sind wir ehrlich, noch schmeichelhaft.

Keine zweite Liga

Selbst wenn man einmal annimmt, dass eine an der Spitze erneuerte FDP unter wieder eine Partei mit klaren Inhalten und herzeigbarem Profil werden würde, wäre noch nicht viel erreicht. Denn das größte Problem eines angestrebten Wiederaufstiegs in die erste politische Liga ist, um im Bild zu bleiben, der Umstand, dass es in der Bundespolitik keine zweite Liga gibt, die man als Tabellenerster abschließen kann und dann aus der man daraufhin aufsteigt. Dass nun seitens der FDP allerorten die Mitglieder und Ortsverbände als Orte der Erneuerung und des Wiederaufbaus beschworen werden, ist vor diesem Hintergrund vor allem eines: alternativlos. Denn auch in den neun Landesparlamenten (2009 waren es 15), in denen die FDP noch vertreten ist, werden die nächsten Jahre aller Voraussicht nach zu Zitterpartien mit ungewissem Ausgang werden.

Das bisschen FDP

In welcher Arena also will die FDP bis 2017 genug Menschen davon überzeugen, dass sie in der Bundepolitik gebraucht wird? Von der zerfallenden Infrastruktur und den wegbrechenden finanziellen Mitteln im Nachgang der Wahl 2013 soll dabei noch nicht einmal die Rede sein. Dass in der politischen Landschaft Deutschlands eine Partei für einen vernunftgeleiteten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Liberalismus stehen sollte, ist durchaus plausibel. Einstweilen scheint es aber so, dass die CDU/CSU das Diktum eines prominenten Berliner Hochschullehrers über die theoretisch ausgerichteten Fächer seiner Disziplin variiert hat: “Das bisschen FDP, das wir brauchen, machen wir lieber selbst.”

Vor der Parteizentrale, dem Thomas-Dehler-Haus in Berlin, wurden gestern Lastwagen einer Firma gesichtet, die sich mit Archivierung und Aktenvernichtung befasst. Dieses Bild steht selbst in der Ära Rösler für einen neuen Tiefenrekord.

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  • Richard von Untergimbern

    jo mei!