Christoph Waltz im Hollywood-Olymp

Christoph Waltz im Hollywood-Olymp


Christoph Waltz hat es endgültig geschafft. Zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren erhielt Christoph Waltz einen Oscar als bester Nebendarsteller; dieses Mal für die Rolle des deutschen Kopfgeldjägers „Dr. King Schultz“ im Quentin-Tarantino-Western „“. Damit ist Christoph Waltz etwas gelungen, was vielen seiner Kollegen nicht gelang: Er hat sich als deutschsprachiger Schauspieler endgültig in Hollywood durchgesetzt und spielt nun zweifelsohne in der A-Liga mit. Für Christoph Waltz selbst, obwohl schon mit der zweiten Goldstatue ausgezeichnet, immer noch unfassbar, dass er sich gegen Schauspielgrößen wie , , durchgesetzt hat.

Was sich wie ein roter Faden durch die Filmerfolge von Christoph Waltz zieht, ist die Tatsache, dass zumindest bei den Oscar-prämierten Rollen des 56-Jährigen als Regisseur und Schöpfer der Filmfiguren tätig war. Die beiden verbindet mittlerweile eine intensive Freundschaft, und auch in der diesjährigen Oscar-Rede von Christoph Waltz wird spürbar, dass er große Dankbarkeit für das Vertrauen empfindet, das ihm von Tarantino entgegengebracht wurde. “Quentin schreibt Poesie, und ich mag Poesie”, sagte Christoph Waltz über seine Begeisterung für Tarantino-Filme. Nicht minder angetan scheint Tarantino von Christoph Waltz zu sein, hatte er doch schließlich den Charakter des Kopfgeldjägers „Dr. King Schultz“ in auf Christoph Waltz zugeschnitten. Auch in dieser Rolle mimt Christoph Waltz charmant und komisch den Bösewicht und schafft es, selbst einem Kopfgeldjäger ein sympathisches Gesicht zu verleihen, das dem Kinobesucher eindrucksvoll im Gedächtnis bleibt.

Anders als in seinen Rollen stellte sich Christoph Waltz bei seiner Dankes-Rede und auf dem Roten Teppich der Oscar-Verleihung auf erfrischende Art und Weise unprofessionell und etwas sperrig dar. Die Hollywood-Glitzerwelt scheint nicht so Recht zu ihm passen zu wollen. Christoph Waltz wirkte anders wie viele seiner Kollegen, die dieses „Theater“ mitspielen, wie ein unbeholfener Laie. Nicht auszuschließen ist hierbei aber, dass Christoph Waltz in der Öffentlichkeit lediglich gekonnt, wie auch in seinen Filmen, die Rolle des „komischen Kauzes“ spielt. Anderssein erweckt schließlich immer Aufmerksamkeit. Diese Theorie wird durch Christoph Waltz nachfolgende Aussage untermauert: „Schauspieler wird man grundsätzlich aus einer irren Sehnsucht nach Bedeutung. Glauben Sie nie einem Schauspieler, der das bestreitet!”

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