Volkes völkische Stimme hat gesprochen

“Ausländer raus, Führer befiehl!”: Studie zum Rechtsextremismus

Führer, befiehl! Studie zum Rechtsextremismus

“Ausländer raus, Führer, befiehl!”: Studie zum

“Ausländer raus, Führer, befiehl!”, anders kann man die Ergebnisse einer neuen Studie zum Rechtsextremismus, die die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung in dieser Woche präsentierte, kaum verstehen. Volkes völkische Stimme hat gesprochen und das nicht nur an den vermeintlichen “Rändern der Gesellschaft”, wie die sozioökonomischen Grundlagendaten der Studie deutlich zeigen.

Volkes völkische Stimme hat gesprochen

Den Ergebnissen nach findet ein Drittel der Deutschen, dass “gefährlich überfremdet” ist und dass man Ausländer “nach Hause schicken” sollte, wenn die Arbeitsplätze hierzulande knapp werden. 58,4 % (!) der Befragten sind außerdem für eine “erhebliche Einschränkung” der Religionsausübung für Muslime, beinahe 20 % finden dass “die Juden” zuviel Einfluss in haben. Und, denn auch nach bevorzugten “Problemlösungen” wurde gefragt, 23,6 Prozent wünschen sich “eine einzige starke Partei, die die Volksgemeinschaft insgesamt verkörpert”. Führer, befiehl endlich wieder.

Rechtsextremismus: Ist nur die Krise Schuld?

Die meisten Fragen der Rechtsextremismus-Studie wurden seit Jahren immer wieder gleichlautend gestellt, aber noch nie so deutlich “rechtslastig” beantwortet. Für die teils deutlichen, teils eklatanten Sprünge in den Zahlen machen die Autoren hauptsächlich die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise verantwortlich, die zeitverzögert durchschlage und in der auch die gesellschaftliche Mitte sich ihrer wirtschaftlichen Situation unsicher geworden sei. Dass diese Erklärung zu kurz greift und die Ergebnisse der Studie letztlich beschönigt, lässt sich aus den Zahlen selbst ersehen.

Chauvinismus ist kein Krisensymtopm

Zum einen zeigen die Vergleichszahlen früherer Befragungen, dass rechtes, autoritäres Gedankengut in Deutschland immer weit verbreitet war. Zudem mögen wirtschaftliche Erwägungen sicher die Angst vor dem/n Fremden schüren. Sie erzeugen aber nicht Ansichten, wie die von 27 % geteilte, dass oberstes Ziel der deutschen Politik sein sollte “Deutschland die Macht und Geltung zu verschaffen, die ihm zusteht”.
Nach der Debatte der letzten Monate, nachdem die weiße Herrenrasse beschworen hat und selbst Horst plötzlich den Einwanderungsgegner gibt, ist etwas ganz anderes passiert als die Krise: Es ist schlicht wieder salonfähig geworden, sich offen ausländer- und islamfeindlich zu äußern, auch völkisch-chauvinistisch geht wieder.

Und da ist noch eine letzte Zahl, die mit der Krise nichts zu tun hat: 94 % der Deutschen denken, dass sie keinerlei Einfluss auf die Politik haben. Demokratie ist das glatte Gegenteil.

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